Majestäten

Die Majestäten
Seit Gründung der Schützenbruderschaft gibt es in Schildgen mit Ausnahme der Kriegsjahre und der unmittelbaren Nachkriegszeit einen Schützenkönig. Normalerweise begleitet ihn seine Frau als Königin durch das Königsjahr - ist der König nicht verheiratet, so darf seine Mutter an diese Stelle treten. Einige Damen bilden den Hofstaat, der das Königspaar im Königsjahr unterstützt. Im Jahre 1951 erweiterte sich der Kreis der Repräsentanten der Bruderschaft um den Prinz und 1975 noch einmal um den Schülerprinz. Seit einigen Jahren gehört auch der Bürgerkönig zum Kreis der Majestäten.
Die weit verbreitete Meinung, dass der König bereits vorher feststeht, oder sogar ausgelost wird stimmt nicht. Mit Schwerkalibergewehren schießen die Schützen zunächst auf den Kopf, die Flügel und den Schweif eines Holzvogels. Die erfolgreichen Schützen erhalten jeder einen sogenannten Pfänderorden. Danach entscheidet das Los lediglich über die Schießreihenfolge der Schützen, die um die Königswürde schießen. Derjenige der das letzte Stück Holz vom Rumpf abschießt, wird der neue Schützenkönig. Bei der Jugend wird der Wettkampf analog ausgetragen, wobei die Jungschützen ihren Vogel auch mit Schwerkaliber und die Schülerschützen mit Luftgewehr erlegen. Auf dem festlichen Krönungsball werden die neuen Majestäten gekrönt und repräsentieren für 1 Jahr die Bruderschaft zu allen offiziellen Anlässen.
Auf dem Bezirksschützenfest treten sämtliche Majestäten des Bezirksverbandes 303 Bergisch Gladbach (Odenthal, Hand, Dürscheid, Refrath und Schildgen) gegeneinander an und schießen um die Würde des Bezirkskönigs –prinzen und –schülerprinzen. Die Bezirksprinzen starten dann wiederum beim Diözesanjungschützentag, der dieses Jahr in Schildgen statt-findet, um die Diözesanprinzen zu ermitteln. Der Bezirkskönig und die Diözesanprinzen schießen dann gemeinsam auf dem Bundesfest den Bundeskönig, die Diözesankönige sowie die Bundesprinzen aus.